Abmahnung wegen Auswärtskarten

Dieses Thema im Forum "Abmahnung Ticketverkäufe (sonstige Vereine)" wurde erstellt von Santiago, 20. Januar 2017.

  1. Hallo, bin neu hier und zufällig auf das Forum gestoßen:

    Ich hatte Auswärtstickets für ein Bundesligaspiel beim Verein direkt erworben.
    Da ich kurzfristig umdisponieren musste, habe ich diese privat weitergegeben bzw. verkauft (nicht überhöht).

    Jetzt erhalte ich vom gastgebenden Heimverein ein Schreiben, dass ich die ATGBs verletzt hätte, verbunden mit der Festsetzung einer Vertragsstrafe von 500€, die bei fristgerechter Zahlung eines Teilbetrags von 250€ für den Rest erlassen werden würde. Grund sei, die Tickets wurden über ein Ticketportal (VG) überhöht weiterveräußert. Gleichzeitig soll ich die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung (10.2 Unzulässige Weitergabe) unterschreiben.

    Habe ich mit Weitergabe/Verkauf der Tickets an einen Dritten gegen die AGB s vom Heimverein verstoßen bzw. rechtfertigt das die gestellte Forderung?
    Ich erkläre ausdrücklich, dass ich diese nicht über das Ticketportal verkauft habe und auch kein account dort besitze?
    Sorry, bin etwas kopflos.
     
  2. ldb

    ldb Super-Moderator

    Im der Tat kann dir da meiner Meinung nach keiner was. Ich würde denen antworten das ich bei denen keine Karte gekauft habe. Mal sehen was kommt, bestimmt ne Standardantwort.
     
  3. Danke.
    Das reicht?
    Also nicht groß anführen, dass ich sie weitergegeben habe bzw verkauft habe? Müsste ich dann den Käufer angeben?

    Dass ich es richtig verstehe, mit dem Erwerb der Auswärtstickets kann ich nicht gegen die AGBs des anderen (Heim)vereins verstoßen oder habe ich irgendwo angeklickt, dass ich auf die AGB s des anderen Vereins hingewiesen wurde und diese zu beachten sind?

    Tauschen sich die Vereine eigentlich aus bzw geben die Daten der Besteller so einfach raus?
     
  4. ldb

    ldb Super-Moderator

    Ich glaube das die besagte Kanzlei sowohl den Heim als auch Auswärtsverein zu seinen Mandanten zählt und hier etwas durcheinander geworfen hat. Wenn ich mich zu dem Thema äußere dann wird man mir trotzdem sagen ich hätte gegen die Atgb verstoßen und eine Unterlassungserklärung von mir fordern. Diese werde ich aber niemals unterschreiben. In genau diesem Fall würde ich aber einfach antworten das ich bei besagtem Verein für dieses Spiel keine Karte gekauft habe. Sie sollen mir die Rechnungsnumner nennen und das ich damit den Atgb zugestimmt habe. Das werden sie aber nicht können und die Abmahnung läuft ins leere.
     
  5. Hallo,
    hatte ich vergessen.
    Das Schreiben ging mir direkt vom Heimverein zu, nicht von einer bevollmächtigten Anwaltskanzlei.
     
  6. ldb

    ldb Super-Moderator

    Vom Heimverein?
     
  7. ja.
    Tauschen die sich untereinander aus oder übermittelt der Verein, der das Auswärtsspiel zu bestreiten hat die Namen der Ticketkäufer an den Heimverein mit?
     
  8. ldb

    ldb Super-Moderator

    Normalerweise nicht. Es sei denn man fragt explizit nach und die sind so dumm und machen das. Auf jeden Fall ein Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen. Ich würde hier dem abmahnenden Verein schreiben das ich bei ihnen keinen Kauf getätigt habe. Die Atgb des Heimvereins habe ich nicht durch einen Ticketkauf beim Gastverein anerkannt. Ginge auch nicht da Atgb nur zwischen Verein (wo ich die Karte gekauft habe) und Erstkkäufer wirksam einbezogen werden können. Wenn überhaupt muss mich dann der Gastverein abmahnen, aber auch die kann man in der Luft zerreißen.
     

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